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Tamiflu gegen Influenza

Jahr für Jahr erkranken in Österreich unzählige Menschen an der „echten“ Grippe,
der Influenza. Tausende sterben daran. Zu den typischen Symptomen gehören plötzlich einsetzendes Fieber mit Schüttelfrost, extreme Müdigkeit, Kopfweh, Schwindel sowie massive Gelenks- und Muskelschmerzen.
Influenza kann bereits bei jüngeren Menschen erhebliche Komplikation nach sich ziehen.
Bei älteren droht Lungenentzündung, die tödlich sein kann.
Daher empfiehlt der Wiener Sozialmediziner Prof.Dr. Michael Kunze, mit der Therapie mit so genannten antiviralen Medikamenten wie ( Tamiflu ®) so früh wie möglich zu beginnen.
Tamiflu mit dem Wirkstoff Oseltamivir gehört zu einer Arzneimittelgruppe, welche die Fähigkeit des Virus, sich im Körper auszubreiten verringert.
Oft wird damit der Ausbruch der Krankheit verhindert. Falls nicht, verläuft die Infektion zumindest kürzer und weniger belastend.
Prof. Kunze: „ Je früher Tamiflu eingenommen wird, desto besser wirkt es. Bei einer Therapie innerhalb von 48 Stunden können zwei Drittel aller Folgeerkrankungen verhindert werden.“Daher sollte das Mittel bei Kontakt mit erkrankten Personen oder bei einer Grippewelle eingenommen werden.
Zur Behandlung der Influenza werden fünf Tage lang täglich zwei Kapseln geschluckt.
Zur Vorbeugung genügt eine Kapsel pro Tag.
Tamiflu ist rezeptpflichtig und in Therapie und Prophylaxe bereits für Kinder ab einem Jahr zugelassen.
Schwangere und Nierenkranke dürfen das Präparat nur nach Rücksprache mit dm Arzt anwenden.
Es ist gut verträglich, kann aber bei empfindlichen Patienten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schlafstörung, Kopfweh, Magenbeschwerden und Schwindel auslösen.
Besonders wichtig ist Vorbeugen in Alten- und Pflegeheimen. Prof.Kunze: „ Sobald in einem Seniorenwohnsitz erste Grippefälle auftreten, sollten den Heimbewohner das Medikament verabreicht werden.
Da geht es nämlich wirklich um Leben und Tod – die Influenzasterblichkeit in Altenheim liegt laut einer aktuellen Studie bei ungefähr 50 Prozent!
Der Wirkstoff Oseltamivir verhindert die Ausbreitung der Viren im Körper.