Besichtigung der Schön-Kliniken Berchtesgadener Land in Schönau am 10. Juni 2009

Seit einiger Zeit werden von unserer Gruppenleiterin, Frau Sonja Lorum-Mayer, Gespräche mit diversen Pensions-Versicherungsanstalten geführt, ob es zukünftig für Patienten vor oder nach Lungentransplantation möglich sein wird, einen Rehabilitationsaufenthalt im o.g. Rehabzentrum in Bayern genehmigt zu bekommen.

Die ersten Signale waren durchaus positiv, so dass es auf der Hand lag, die Einladung der Klinikleitung in Schönau am Königsee für eine Besichtigung anzunehmen. Treffpunkt war, wie meistens, der Parkplatz am Nonntaler Friedhof. Die Beteiligung war recht beachtlich (18 Personen), erst recht, wenn man bedenkt, dass auch viele HTX-Patienten mit von der Partie waren. Besonders haben wir uns gefreut, dass auch Frau Dr. Riegler in Schönau zu uns gestoßen ist, die ja zukünftig für die neue LuTX-Ambulanz im LKH Salzburg zuständig sein wird. Auch Frau Wimmeder, die Leiterin der SHG der COPD-Patienten nahm die günstige Gelegenheit zur Besichtigung wahr.

Das Rehabzentrum liegt in einer wunderschönen Landschaft eingebettet, etwas oberhalb der Ortschaft Schönau. Schon von außen, macht es einen sehr schönen, großzügigen Eindruck. Wir wurden von Herrn Oberarzt Dr. Bernd Sczepanski in Empfang genommen, der uns zunächst in den Seminarraum führte, um uns die Einrichtungen der Schön-Kliniken näher zu bringen. Zunächst aber wurden wir noch vom Chefarzt, Herrn Dr. Klaus Kenn und dem kaufmännischen Leiter Herrn Sándor P. Mohácsi willkommen geheißen.

In einer sehr eindrucksvollen Präsentation lernten wir die Schön-Gruppe kennen, die mit derzeit 15 Krankenhäusern über ganz Deutschland verteilt vertreten ist und über insgesamt 4.200 Betten verfügt. Weitere Infos können unter http://www.schoen-kliniken.de bezogen werden. Ein wesentlicher Eckpfeiler stellt das Klinikum Berchtesgadener Land in Schönau am Königsee dar. Allein hier stehen 326 Betten zur Verfügung, mit einer sehr hohen Auslastung. Dr. Sczepanski informierte uns exakt über die Möglichkeiten in Schönau, insbesondere die Betreuung von LuTX-Patienten. Interessant war, dass großer Wert auf solche Patienten gelegt wird, die kurz vor einer Lungentransplantation stehen. Ein Rehabaufenthalt zu diesem Zeitpunkt wird als besonders wertvoll erachtet, um den Patienten rechtzeitig körperlich "fit" zu bekommen. Auch ist der Kontakt mit bereits transplantierten Patienten sehr hoch zu bewerten, um eventuelle Ängste zu nehmen, oder sonstige Erfahrungswerte auszutauschen. Beeindruckend auch, dass speziell für LuTx-Patienten ein eigener Aufenthaltsraum vorhanden ist, in dem auch die Mahlzeiten eingenommen werden. Somit wird eine Isolation von Transplantierten, wie sie anderswo üblich ist, verhindert.

Wir wurden mit hochwertigen, sehr informativen Unterlagen über das Haus und die ganze Philosophie der Schön-Gruppe (ein reines Familienunternehmen) versorgt, die es verdienen, dass man sich näher mit ihnen befasst.

Anschließend zeigte uns Dr. Sczepanski die kompletten Einrichtungen der Rehabklinik. Wir konnten uns davon überzeugen, dass hier nur mit den modernsten Mitteln gearbeitet wird, die von sehr freundlichem, kompetentem Personal eingesetzt werden. Das gilt nicht nur für Lungen erkrankungen, sondern auch für ein ganz breites Spektrum von Rehabilitation s-Maßnahmen.

Schließlich wurden wir zu Mittagessen geführt. Wir bezogen unser Essen von einem umfangreichen Buffet, dem gleichen, wie es Patienten und dem Personal zur Verfügung steht. Es besteht hier die Möglichkeit auf bestimmte Diätvorschriften (z. B. Diabetiker) einzugehen. Während des Essens wurden in verschiedenen Gruppen nochmals die soeben bezogenen Erkenntnisse untereinander verarbeitet. Festzuhalten ist auf jeden Fall, dass diese besichtigte Einrichtung auf jeden Fall für unsere Lungen transplantierten von höchster Bedeutung ist. Es wäre wunderbar, in nächster Umgebung von Salzburg eine solche Möglichkeit für einen Rehabilitation zu bekommen. Wie bereits angedeutet: es bestehen bereits Gespräche mit den Kosten trägern. Die Stimmung da für ist durchaus positiv. Zuvor müssen aber, wie immer in solchen Fällen, administrative Probleme und die finanziellen Möglichkeiten geprüft werden. Wir werden weiter darüber berichten.

Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei der Leitung der Schön-Kliniken Berchtesgadener Land für die Möglichkeit der Besichtigung bedanken. Ganz besonderer Dank gilt Herrn Oberarzt Dr. Sczepanski für die umfassenden Informationen. Wir haben ein sehr schönes Rehabzentrum gesehen und würden uns freuen, zukünftig eng zusammen arbeiten zu können.

-jo-