Trauerfeierlichkeiten für Sonja

Noch immer stehen wir fassungslos der Tatsache gegenüber, dass uns die Leiterin unserer Selbsthilfegruppe Salzburg, unsere Sonja, verlassen hat. Für immer. Unwiderruflich. Sie hinterlässt in unserer Gruppe eine Lücke, die wahrlich nicht zu ersetzen ist.

Es versteht sich von selbst, dass in unserer Gruppe das große Bedürfnis entstand, ihrer in würdiger und angemessener Weise zu gedenken. So hielten wir am Mittwoch, den 7. Oktober 2009 unseren üblichen Stammtisch im Gasthof „Zur Hölle“ ab, den Sonja immer so sehr geliebt hat. Wenn sie auch nicht mehr dabei sein konnte, so war sie doch Mittelpunkt unserer Gedanken, Gefühle und Gespräche. Weit mehr Mitglieder und deren Angehörige als üblich waren gekommen, um ihr noch einmal nahe zu sein. Alexander Salzmann und Dipl.-Ing. Hans Auer erinnerten mit bewegenden Worten an den Menschen Sonja, der so unendlich viel für unsere Gruppe getan hat. Alexander Salzmann wies anschließend noch einmal auf ihr Wirken von der Gründung der SHG vor 6 Jahren an, bis zu ihrem letzten Tag im AKH hin. Sehr gefreut haben wir uns, dass auch Sonjas Gatte Werner und Sohn Michael an unserem Stammtisch teilnahmen. Für beide werden wir immer einen Platz in unserer Gruppe frei halten. Die Familie und unsere SHG waren für Sonja die Pfeiler ihres Daseins. Unsere gemeinsamen Treffen zum Stammtisch und unsere Unternehmungen werden auch in Zukunft immer im Zeichen von Sonja stehen. Ihre Arbeit in ihrem Sinne ohne Zögern fort zu führen ist für uns nicht Pflicht, sondern ein echtes Bedürfnis. Wir alle haben in ihren letzten Lebenstagen mit ihr gefühlt, haben mit ihr gehofft und gelitten und haben für sie gebetet. Sonja wird immer bei uns bleiben!

Am folgenden Donnerstagabend war Gelegenheit, bei einer von der Selbsthilfegruppe gestalteten Trauerandacht in der St. Johannes-Pfarrkirche auf dem Gelände des Landeskrankenhauses Abschied von Sonja zu nehmen. Diese Andacht fand unter sehr großer Beteiligung ohne geistliche Begleitung statt und wurde von Ing. Hubert Kaufleitner gestaltet, dem wir hierfür nochmals herzlich danken. Es wurden Gebete und Psalmen vorgetragen. Beginn war eine Lichterprozession, bei der Teelichter zum Bild von Sonja getragen und dort abgestellt wurden. Drei Meditationen wurden gelesen, alle vorgetragen von Mitgliedern unserer Gruppe. Bei jeder Meditation wurde eine große Kerze zu Sonjas Bild getragen und dort angezündet. Mehrere Fürbitten, alle bezogen auf Sonja wurden von Hubert und Alexander Salzmann vorgetragen. Untermalt wurde die Andacht mit sehr schöner Hintergrundmusik, die den musikalischen Vorlieben von Sonja entsprach. Es waren sehr bewegende Momente in einem außerordentlich stimmungsvollen Rahmen. (siehe Fotos) Sonjas Familie war komplett anwesend und konnte so noch einmal miterleben, wie sehr „unsere Sonja“ geschätzt und verehrt wird.

Am Freitag, den 9. Oktober 2009 hieß es dann endgültig Abschied zu nehmen von Sonja. In der Feuerhalle auf dem Salzburger Kommunalfriedhof versammelten sich viele, viele Menschen, um Sonja die letzte Ehre zu erweisen. Ein der Familie Lorum verbundener Geistlicher fand die richtigen, tröstenden Worte für die Angehörigen und die anwesenden Trauergäste, verbunden mit einem Rückblick auf Sonjas Leben, das so plötzlich endete. Alexander Salzmann erinnerte in seiner Ansprache daran, was Sonja für die SHG geleistet hat, unter Aufbietung aller Kräfte, besonders gegen Ende ihres Lebens. Mit sehr bewegten Worten verdeutlichte er, welchen Verlust Familie und SHG erleiden, und dass sie uns viel zu früh verlassen hat. Die Obfrau des Dachverbandes unserer SHG, Frau Elisabeth Netter hielt eine sehr persönlich gehaltene Ansprache. Sie erinnerte an ihre persönliche Beziehung zu Sonja über viele Jahre und an die gemeinsamen Erlebnisse. Sohn Michael Lorum verabschiedete sich sehr emotional von seiner „Mutti“ und verdeutlichte uns, welch außerordentliche Mutter Sonja war. Die Verabschiedung von Sonja verlief in sehr würdigem und innigem Rahmen. Begleitet von Sonjas Lieblingsmusik erlebten wir Momente großer Betroffenheit und Trauer. Für uns alle ist es auch jetzt noch nicht fassbar, dass wir unsere Sonja verloren haben.

Als sich die Türflügel schließlich vor dem Sarg langsam verschlossen, wurde uns die Endgültigkeit des Abschiedes bewusst, aber auch klar, dass uns Sonja ein Vermächtnis hinterlassen hat:

Das Leben geht weiter. Wir wollen im Sinne und im Geiste unserer Sonja weiter arbeiten, so wie es auf unserer Website unter „unser Programm“ festgeschrieben ist.

-jo-