Hallein in den Zwischenkriegsjahren

Bereits im April vergangenen Jahres hatten wir Gelegenheit, von Herrn Professor Wolfgang Wintersteller durch das Keltenmuseum in Hallein geführt zu werden. Schon damals waren wir restlos begeistert von seinen uns allen so sehr verständlichen Ausführungen und seiner persönlichen Begeisterung für alles,was Hallein betrifft.

So war es kein Wunder, dass auch heute zu seinem Vortrag über Hallein in den Zwischenkriegsjahren wieder ein enormer Zuspruch unserer Mitglieder und deren Begleitung zu verzeichnen war. Wir trafen uns im Gasthof Neuhäusl auf der bayerischen Seite des Dürrnbergs, der einen sehr schönen Rahmen für unseren Ausflug bot.

Unterstützt von seinem Enkel, Philip Treml, der für die elektronische Technik zuständig war, wurde uns zunächst ein Film aus dem Jahre 1925 gezeigt, der uns vor Augen führte, wie sehr sich Hallein in den vergangen fast 9 Jahrzehnten verändert hat. Begleitet von immer wieder neuen Anekdoten zu den einzelnen Filmszenen fühlten wir uns zurück versetzt in das damalige Leben der Stadt Hallein, die damals etwa 8000 Einwohner zählte und sehr ums wirtschaftliche Überleben kämpfen musste.

Die anderen beiden Filme, die uns gezeigt wurden, beschäftigten sich mit der damaligen Attraktion Halleins, dem neu errichteten Strandbad und zum anderen mit der kaum bekannten Tatsache, dass Hallein im Jahre 1956 einmal das Schlussspringen der 4-Schanzentournée der Skispringer ausrichtete. Darauf sind die Halleiner noch heute sehr stolz.

Begleitet waren alle Filmszenen von ausführlichen Erläuterungen zu den einzelnen Themen bzw. zu den gezeigten Bauwerken und Örtlichkeiten, die heute zum Teil total verändert das Stadtbild Halleins prägen. Andererseits muss man auch manchmal mit Wehmut feststellen, dass frühere Errungenschaften Halleins heute nicht mehr existieren und nur noch (wenigstens zumTeil) im Film existieren, wie gerade das Strandbad, das einst zu den bedeutendsten Europas zählte, ja sogar das größte seiner Art war.

Im Anschluss an die Filme ging Herr Professor Wintersteller noch auf die Industrieentwicklung Halleins ein, die zunächst vom Salz dominiert war und sich später wesentlich verändert hat. Alle unsere Fragen wurden ausreichend und professionell bantwortet. Wir danken Herrn Professor Wintersteller samt Enkel Philip ganz herzlich für diesen schönen und kurzweiligen Nachmittag. Sein Angebot, später einmal zusammen mit ihm eine persönliche Führung am Obersalzberg über die jüngste Vergangenheit unserer Region zu erleben werden wir sicher nicht ausschlagen und kommen darauf hoffentlich bald zurück.

Der Nachmittag klang mit einem gemütlichen Beisammensein, verbunden mit einer Abendjause in der Bauernstube des Gasthof Neuhäusl aus. Wir konnten wieder einmal sehr zufrieden sein mit einer gelungenen Unternehmung und danken unserem Alex und auch unserem Ing. Hans Auer, die das alles organisiert und vorbereitet haben.

-jo- 09.05.2011                                                                                                                                                                Fotos