Diesmal hat alles bestens geklappt mit dem Wetter. Daher geht unser erster Dank an Petrus, der uns einen wunderschönen Tag beschert hat.

Wie (fast) immer trafen wir uns am Parkplatz des Kommunalfriedhofs in Salzburg und fuhren gemeinsam zum zweiten Treffpunkt am Hauptplatz in Tittmoning "im Bayrischen". Dort wurden wir von Hubert und Sepp schon erwartet und zur Anlegestelle der Plätte gelotst. Hier möchten wir schon ein weiteres ganz großes Dankeschön an die beiden Organisatoren Hubert und Sepp ausrichten, die den Tag für uns organisiert und alle nötigen Vorbereitungen allerbestens gestaltet haben. Vielen, vielen Dank !  

Ohne große Wartezeit bestiegen wir die Plätte mit dem Namen "Burghausen" und schon gings los .Wir wurden von "Hanni" in Empfang genommen und umfassend über unsere bevorstehende Flussfahrt informiert. Die Plättenschiffahrt auf der Salzach ist eine sehr alte Einrichtung und diente bis ins 18 Jahrhundert in erster Linie dem Salztransport. Burghausen wurde so zum Beispiel durch ein gewisses Monopol auf diesem Gebiet zur reichen Stadt und ist es bis heute geblieben. So ist auch dankbar zu vermerken, dass die Stadt Burghausen bis heute die Plättenfahrt auf der Salzach betreibt, finanziert und auch das Personal dafür stellt!

Hanni hatte sehr viel zum Thema Salzach und Plätten zu erzählen. Wer nicht dabei war sollte sich baldmöglich nach Tittmonig begeben und die Flussfahrt nachholen. Es lohnt sich! Gleich zu Beginn erhielten wir einen bemerkenswerten Eindruck vom kürzlich aufgetretenen Hochwasser. Fast überall waren die Auswirkungen zu sehen, und Reparaturtrups mit Baggern und LKW´s waren im Einsatz. Wir fuhren fast die gesamte Zeit ohne Motor, nur von der Salzach selbst angetrieben. Erstaunlich, wie unberührt die Landschaft über weite Strecken an uns vorüber zog und die unglaubliche Stille. Hier ist die Natur Natur geblieben, wie der Fischreiher am rechten Ufer beweist (siehe Fotos). Als wir uns dann Burghausen näherten und die ersten Gebäude -auftauchten, erhielten wir wieder die dazu passenden Hinweise von Hanni. Bald schon erschien nach einer Flussbiegung die große Burg von Burghausen, unser nächstes Ziel.

An der Anlegestelle wurden wir bereits von drei Kleintransportern erwartet, die uns hinauf zur Burg brachten. Auch diesen Helfern, die Hubert "organisiert" hat, sei unser ganz besonderer Dank ausgesprochen, es hat wirklich alles allerbestens funktioniert! Am Eingang zur Burg wurden wir von "TINO" bereits erwartet, der für diejenigen von uns, die nicht so gut zu Fuß sind, einen schnittigen Elektrobus mitgebracht hatte. Das war insofern ganz wichtig, als es sich bei der Burghausener Burg um die längste Burg Europas, manche sagen sogar der Welt, handelt, nämlich weit mehr als 1 Km. Hin und zurück kommt da ganz schön was zusammen. Einzelheiten über die Burg wurden ganz hervorragend von Tino an uns weiter gegeben. Wir erhielten einen tiefen Einblick in die Geschichte Burghausens und Bayerns. Auch hier sollten diejenigen, die diesmal nicht dabei sein konnten eine Besichtigung unbedingt nachholen. Wirklich sehr empfehlenswert!

Zum Mittagessen wurden trafen wir uns dann alle beim "Gasthof Post" am Stadtplatz, wo wir ganz hervorragend speisten. Auch hier wieder sehr gut ausgesucht von Hubert und Sepp.

Gegen 13:45 Uhr brachen wir auf zum Klosten Raitenhaslach, welches zur Stadt Burghausen gehört. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sowohl die Burg in Burghausen und auch das Kloster von der Stadt Burghausen betrieben werden. Bemerkenswert auch hier, dass sowohl die Burg selbst auch das Kloster kostenlos besichtigt werden können. Lediglich bestimmte Sonderausstellungen und Führungen sind kostenpflichtig. Im Kloster, an dem zur Zeit zahlreiche Baumasnahmen durchgeführt werden, wurden wir von Herrn Wolfgang Hopfgartner vom Touristenbüro Burghausen in Empfang genommen. Ausführlich und sehr kompetent wurde uns die Geschichte des Klosters näher gebracht, welches heute gar kein Kloster mehr ist, sondern lediglich noch eine Pf
arre darstellt. Das Kloster hat sehr schwere wirtschaftliche Zeiten durchgemacht und würde ohne die komplette Übernahme durch die Stadt Burghausen wohl nicht mehr existieren. Um so erstaunlicher, dass heute durch Renovierungen sehr viel investiert wird und die Absicht besteht, dieses Kulturgut über die Zeit zu retten.

Welchen Stellenwert das Kloster früher hatte, beweist auch heute noch die Klosterkirche, die in vollem Glanz erstrahlt und ein ganz besonderes Denkmal darstellt. Herr Hopfgartner machte uns mit allen Details vertraut und führte uns anschließend in den original erhaltenen Klosterbau, in dem die Handwerker zur Zeit das Sagen haben.Ein Raum ist derzeit zu besichtigen und gibt Auskunft darüber, wie prachtvoll das Kloster einst ausgestattet war. Zum Schluss unseres Aufenthaltes im Kloster Raitenhaslach genehmigten wir uns eine Kaffeepause im Klostergasthof, mit oder ohne Mehlspeise.

Der letzte Programmpunkt des Tages galt dem Besuch des sogenannten "Bilderrahmens" von Burghausen. Etwas außerhalb der Stadt gelegen, wurde der Bilderrahmen ganz speziell für Reisegruppen aufgestellt. Die Personen begeben sich in den hinten offenen Rahmen und den Hintergrund bildet die Burglandschaft von Burghausen (siehe letztes Foto).

Die Chauffeure unserer Kleinbusse transportierten uns dann wieder zum Ausgangspunkt nach Tittmoning. Alles hat ganz wunderbar geklappt und dafür sei allen Organisatoren nochmals ganz herzlich gedankt. Es war ein schöner Tag mit sehr vielen Eindrücken. Dass es dann auf der Heimfahrt noch anfing zu regnen, berührte uns nur am Rande. Wir waren der Meinung, dass wir kein besseres Wetter hätten haben können.
                                                                                                             Fotos

-jo-
04.07.2013

Plättenfahrt auf der Salzach
von Tittmoning nach Burghausen
am 3. Juli 2013