Besuch beim Salzburger Marionettentheater
am Mittwoch den 17. Februar 2016

Heute hatten wir eine ganz besondere Begegnung mit einer Salzburger Institution die weltweit bekannt ist und Alt und Jung immer wieder aufs Neue verzaubert.

Um Punkt 14 Uhr begann eine Führung, die uns im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Kulissen des Salzburger Marionettentheaters schauen ließ. Frau Gerda Michel empfing uns zunächst im Foyer des Thearters und informierte uns über des gesamten Werdegang des Marionettentheaters, welches inzwischen 102 Jahre alt ist. Anton Aicher gründete das Theater im Jahre 1913.Nach seinem Tode im Jahre 1930 übernahm sein Sohn die Leitung, und unter seiner Leitung entwickelte sich das Marionettentheater regelrecht zu einem Publikumsmagneten.

Heute kann davon leider keine Rede mehr davon sein. War früher praktisch jede Aufführung ausverkauft, so muss man sich heute meistens mit einem halb gefüllten Haus zufrieden geben. Im Sommer allerdings sorgt der Tourismus dafür, dass immer noch großes Interesse vorhanden ist.

Dass das Marionettentheater auch heute noch existieren kann liegt daran, dass jedes Jahr auswärts gespielt wird. Tourneen führten das Ensemble in alle Kontinente dieser Erde, ausgenommen Australien. Besonders Amerika scheint ganz verrückt zu sein nach Marionettentheater. Und zum Beispiel mit SOUND OF MUSIC wird nebenbei noch kräftig für Werbung für Salzburg gesorgt.

Nach dieser Einführung hatten wir Gelegenheit, einen tiefen Einblick in die Arbeit zu gewinnen. Die Marionettenpuppen werden sämtlich im eigenen Haus hergestellt, mit Ausnahme des jeweiligen Kopfes. Obwohl heute viele Marionetten mit auf Tournee sind, waren jede Menge anderer Puppen zu bewundern, die in unzähligen Opernaufführungen ein großes Publikum unterhielten.

Es ist ein riesengr0ßer Aufwand nötig, eine Aufführung auf die Beine zu stellen. Aber wer schon einmal eine Vorstellung gesehen hat, der war ganz sicher ebenso verzaubert wie begeistert.

Wer aber noch niccht dort gewesen ist, sollte dies unbedingt bald nachholen, es rentiert sich. Man wird in eine ganz andere Welt entführt, es ist ein unvergessliches Erlebnis.

Ein ganz besonderer Dank gilt Frau MICHEL, die einen großen Teil ihres Lebens in und mit dem Marionettentheater verbracht hat. Viele Tourneen hat sie mitgemacht und viel von der Welt gesehen. Wie alle Mitglieder des Theaters, hat auch Frau Michel viele andere Aufgaben zu erledigen, wie zum Beispiel die Kleidung für die Puppen zu schneidern usw. Heute ist Frau Michel in Pension, aber so ganz kann sie doch nicht vom Theater lassen. So springt sie hin und wieder ein, wenn ein Puppenspieler ausfällt, aber das Spielen ist mit starken Rückenschmerzen verbunden, da man sich weit vorbeugen muss, um die Puppen zu bewegen. Sie hat einen großen Wunsch, nämlich jenen, dass wieder mehr Besucher ins Theater kommen. Wir können diesen Wunsch nur unterstützen.

Frau Michel hat mit ebenso viel Freude wie auch Kompetenz uns einen wunderbaren Nachmittag geschenkt, den wir wohl nie vergessen werden. Und dafür bedanken wir uns nochmals ganz herzlich.

-jo-
17.2.16